Event-Küchenkräfte richtig schulen

Reimund Braasch vom Hamburger elbatelier im Interview – Teil 2

Gutes Küchenpersonal ist rar. Besonders, wenn Skills gefragt sind, um auch auf großen Events zu bestehen. Im zweiten Teil unseres Interviews zum Thema Mitarbeiter-Schulungen sprachen wir mit Reimund Braasch (44), Geschäftsführer des Hamburger Event-Dienstleisters elbatelier über die besonderen Herausforderungen, vor denen Caterer im Umgang mit Küchenkräften stehen.

shjft: Herr Braasch, welche speziellen Anforderungen stellen große Events an Küchenkräfte?

REIMUND BRAASCH: Der Unterschied zum „a la carte“-Bereich liegt darin, dass alles exakt vorgegeben ist und entsprechend akkurat abgearbeitet werden muss. Im normalen Küchenbetrieb gibt es dagegen deutlich mehr Freiheiten und man muss flexibler sein.

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shjft: Und wo liegen die Hauptfehlerquellen bei der Speisenzubereitung für den Bankettbereich?

REIMUND BRAASCH: Auch hier liegt der Schlüssel in der Planung. Wenn die stimmt, kann auf dem Event nicht mehr viel schief gehen. Personal kann bedarfsweise verschoben und Timings können angepasst werden. Wenn allerdings zu wenig Ware da ist oder viel zu wenige Küchenkräfte geplant wurden, muss improvisiert werden. Das wiederum führt häufig zu Fehlern, die auch vom Kunden bemerkt werden.

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shjft: Wie werden Küchenkräfte langfristig geschult?

REIMUND BRAASCH: Bei langjährigen Mitarbeitern gibt es immer zusätzliche Aufbauschulungen. Vor allem für Führungskräfte, die selbst Personalverantwortung übernehmen sollen. In diese Schlüsselpositionen investieren wir besonders viele Schulungs- und Weiterbildungstage. Auch deshalb arbeiten wir beinahe ausschließlich mit Festangestellten.

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shjft: Werden dabei auch externe Schulungen genutzt?

REIMUND BRAASCH: Unsere Maßnahmen sind so individuell, dass wir das lieber selbst übernehmen. Andersherum bieten wir unseren Hotellerie-Kunden, aber auch kleineren Event-Dienstleistern an, deren Mitarbeiter zu schulen. In diesem Bereich sind wir so stark spezialisiert, dass wir für Weiterbildungen gezielt gebucht werden.

 

shjft: Wo liegt im Bereich der Küchenkräfte aktuell die größte Herausforderung bei Personalfragen?

REIMUND BRAASCH: Das größte Problem ist die Personalnot an sich. Unsere Herausforderung liegt also darin, aus Bewerbern das Beste heraus zu holen, die vor einigen Jahren noch keine Chance gehabt hätten. Sei es aufgrund fehlender Ausbildungen, geringer Berufserfahrung oder schlechter Deutschkenntnisse. Schulungen und Weiterbildungen sind daher für uns kein Luxus, sondern absolut erforderlich, um unsere hohen Standards zu halten.

 

Event-Mitarbeiter richtig schulen

Reimund Braasch vom Hamburger elbatelier im shjft Interview

Personal finden ist das eine – und schwierig genug. Das andere ist die richtige Schulung und Weiterbildung der häufig ungelernten Festangestellten und Jobber. Gerade für große Events und Bankett-Veranstaltungen gelten dabei schließlich hohe Standards. Wir sprachen mit Reimund Braasch (44), Geschäftsführer des Hamburger Event-Dienstleisters elbatelier

shjft: Herr Braasch, Ihre Firma elbatelier ist darauf spezialisiert, die Hotellerie und Caterer mit Personal und Equipment für Veranstaltungen auszustatten. Welche besonderen Herausforderungen stellen größere Events an Servicekräfte?

REIMUND BRAASCH: Bei großen Events steht zunächst die Logistik im Vordergrund. Wenn die nicht funktioniert, zieht sich das wie ein böser roter Faden durch den Ablauf. Ein Beispiel: Kommt es zu großen Verzögerungen, müssen Probeläufe vor Ort ausfallen. Spätestens dann braucht man gut vorbereitetes Personal. Das zweite große Thema bezieht sich dann direkt auf die Mitarbeiter: Die Disziplin ist noch wichtiger als bei kleinen Veranstaltungen. Es muss alles auf den Punkt funktionieren, entsprechend müssen alle Teammitglieder mitziehen und wissen, was sie tun.

Reimund Braasch, 44, Geschäftsführer elbatelier GmbH – Foto: privat

shjft: Ab welcher Event-Größe verändert sich die Führungsstruktur im Team?

REIMUND BRAASCH: Das hängt immer auch mit der Art der Veranstaltung zusammen: Gästezahl, Qualitätsansprüche und natürlich die Betreuungsintensität des Kunden. Manchmal benötigen wir schon einen Projektleiter, der sich permanent und ausschließlich um den Kunden vor Ort kümmert, während eine andere Führungskraft im Hintergrund das Team anleitet. Die Größe ist hier also nicht entscheidend, sondern andere Stellschrauben.

shjft: Wie sieht bei elbatelier die gezielte Schulung für eine größere Veranstaltung aus?

REIMUND BRAASCH: Wir schulen unsere Mitarbeiter zunächst alle gleich, damit eine Basis da ist. Hier muss man heute weit vor dem Fachlichen anfangen. Persönliche Dinge wie Kleidung, Umgangsformen, Auftreten und Disziplin müssen hier häufig nachgeholt werden. Was früher vielleicht vorausgesetzt werden konnte und selbstverständlich war, muss also geschult werden. Wir machen diese Art der Schulungen mittlerweile seit 15 Jahren, in dieser Zeit hat sich Vieles verändert. Heute wenden wir den kompletten ersten Tag einer zweitägigen Schulung für persönliche Dinge auf. Für das Fachliche bleibt immer weniger Raum, aber natürlich schulen wir auch weiterhin nach festen und hohen Standards.

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shjft: Und direkt vor Veranstaltungen werden die Servicekräfte dann noch einmal gezielt geschult?

REIMUND BRAASCH: Da wir ausschließlich mit unseren eigenen Angestellten arbeiten und nicht mit Freelancern, schulen wir permanent, vor allem aber auch direkt vor den jeweiligen Events. Dabei machen wir im Prinzip ein ausgedehntes Briefing inklusive der Nachschulung von Basics. Außerdem werden besondere Ansprüche, die sich aus der Art der Veranstaltung ergeben, ganz gezielt geschult. Ein Grund, warum wir uns so intensiv um die Entwicklung unserer Leute kümmern, ist – natürlich – die momentane Lage am Personalmarkt. Früher haben wir gute Leute bekommen, wenn wir sie brauchten. Heute müssen wir aus Bewerbern, in denen wir etwas erkennen, erst noch gute Leute machen. Für uns vom elbatelier führt dieser Weg nur über Schulungen und langfristige Zusammenarbeit.

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Ihr habt Interesse an einem Event-Job bei elbatelier? Jetzt in der Job-Community shjft registrieren und bewerben!

Im zweiten Teil des Interviews rückt in 14 Tagen das Küchenpersonal in den Fokus, Reimund Braasch beleuchtet die sprachlichen Probleme vieler Bewerber und stellt das eigene Schulungsangebot für Hotelpersonal und externe Catering-Mitarbeiter vor. Dranbleiben!

 

„Arbeitgeber im Spotlight“ – Ratsherrn Brauerei

Impulsgeber für eine neue Bier-Bewegung

Die shjft Job-Community ist das neue Portal für innovative Personal- und Job-Vermittlung. Wir begegnen dem Personalbedarf in den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Promotion und Events. Gleichzeitig ist shjft aber eben auch eine Community – das neue Soziale Netzwerk für eine ganz besondere Arbeitswelt. Umso mehr freuen wir uns, neben Bars, Restaurants, Hotels und Promotion-Agenturen auch Arbeitgeber aus der Getränkeindustrie auf shjft zu begrüßen! Heute im Spotlight: die Hamburger Ratsherrn Brauerei.

 

Ratsherrn Brauerei – Schanzen-Höfe, Hamburg

Ratsherrn Brauerei – Schanzen-Höfe, Hamburg

 

Aus der traditionellen hanseatischen Biermarke Ratsherrn haben die Verantwortlichen seit Neugründung im Jahr 2010 einen echten Impulsgeber für eine neue Bier-Bewegung gemacht. Unter Führung der Branchengrößen Oliver Nordmann und Frank Steffens entstand in den Alten Viehhallen der Hamburger Schanzen-Höfe auf einer Gesamtfläche von 4.500 qm ein Innovationspool für Bier- und Food-Trends.

Traditionelles Brauhandwerk für neue Bierstile

Seit März 2012 wird hier das Ratsherrn Craft Beer erzeugt und abgefüllt. Alle Ratsherrn Biersorten werden dabei ganz nach dem Vorbild der Craft-Beer-Bewegung gebraut, die Mitte der 1980er-Jahre in den USA ihren Anfang nahm. Hierbei besinnen sich die Braumeister auf die Ursprünge des Brauhandwerks. Traditionelle Rezepturen werden mit außergewöhnlichen Geschmacksideen kombiniert und bringen so einmalige Biersorten hervor.

Vom Hamburger Weissbier bis zum „Matrosenschluck“

Die Ratsherrn Braumeister kreieren so neben dem Pilsener auch das Zwickel, Pale Ale, Rotbier, Weissbier und saisonale Sorten wie das Iggy Hop, Springbock, Summer Ale oder aktuell den „Matrosenschluck“. Die Brauphilosophie: Es werden nur beste, möglichst regionale Zutaten verwendet – und es darf ruhig geschmackliche Überraschungen geben!

 

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Die Idee dahinter ist einfach: Konsumenten sollen wieder für handwerkliche Bierstile begeistert werden. Gerade in der 2014 eröffneten hauseigenen Micro Brewery kann es dabei nicht kreativ genug zugehen. Und im angeschlossenen Craft Beer Store können auch kleine Abfüllungen an den Bierliebhaber gebracht werden – entweder über den Online-Shop unter www.craftbeerstore.de oder im Ladenlokal in den Hamburger Schanzenhöfen.

Auf shjft wird die Ratsherrn Brauerei Stellenausschreibungen für Events wie die jährlichen Hamburger Craft Beer Days schalten, Kontakte hegen und pflegen und ihren Beitrag zu einer lebendigen Job- und Branchen-Community leisten.

Wir sagen Moin Moin, herzlich willkommen und schön, dass Ihr dabei seid!

 

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Weitere Infos:

Website Ratsherrn Brauerei

Online-Shops: Ratsherrn Shop | Craft Beer Store